Konzerte & Termine

03. März 2018, 19.30 Uhr Kurhaus Bad Hamm

Max Bruch Moses

Ein zweiter „Elias“:

Max Bruchs  „Moses“

Julia Borchert, Sopran

André Khamasmie, Tenor

Tobias Berendt, Bariton

Konzertchor des Städtischen Musikvereins

Philharmonischer Chor Siegen

Nordwestdeutsche Philharmonie

Lothar R. Mayer, Leitung

Er ist einer der großen deutschen Romantiker – und doch kennt man eigentlich nur sein weltberühmtes und herzzerreißendes Violinkonzert in g-Moll, die „Schottische Fantasie“, die er für Pablo de Sarasate konzipierte, und sein Oratorium „Moses“, das in vielem Mendelssohns „Elias“ ähnelt. Der Kölner Max Bruch (1838 – 1920) war einer der angesehensten Komponisten des 19. Jahrhunderts, zugleich Dirigent, Chorleiter, Hofkapellmeister und Musikdirektor. Als er starb, hinterließ er ein stattliches Œuvre, auch wenn er selbst hellsichtig fürchtete, sein Ruhm werde im Schatten seines Zeitgenossen Johannes Brahms bald verblassen: „In 50 Jahren wird sein Glanz als der des überragendsten Komponisten aller Zeiten hell erstrahlen, während man sich meiner hauptsächlich nur wegen meines g-Moll-Violinkonzerts erinnern wird.“

Mit „Moses“ hat Bruch ein unglaublich schönes, mitreißendes Werk geschaffen, dessen 4- bis 6-stimmige Chöre eine gewaltige dramatische Stringenz haben, die ansonsten nur in Opernchören zu finden ist. Er setzt den Weg der Israeliten durch die Wüste in packende, teils monumentale musikalische Szenen um. Beginnend mit prächtigen Lob- und Dankgesängen für den glorreichen Auszug aus Ägypten, beschwört Bruch anschließend Unzufriedenheit und Aufruhr im Volk Israel musikalisch herauf und lässt die Israeliten um das Goldene Kalb tanzen. Mit den Gesetzestafeln in der Hand führt Moses das Volk dann wieder auf den rechten Weg zurück. Die Ankunft in Kanaan, dem Land der Verheißung, die Schlacht gegen die Amalekiter und Moses´ Tod schließen die Geschichte ab.

Nicht zu übersehen sind die zahlreichen Parallelen zur Figur des Propheten Elias und zum gleichnamigen Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Oratorien sind sich nicht nur thematisch sehr ähnlich, sondern auch in ihrer musikalischen Umsetzung voller Spannung und eindrücklicher Bilder.

EINTRITT:

Kat. I: 28,40 Euro / 21,80 Euro erm.
Kat. II: 20,70 Euro / 16,30 Euro erm.

Städtischer Musikverein Hamm e.V.